Trainingslager Pilsen 1993

Dieses ausführliche Tagebuch und Erklärungen hast du Indigo zu verdanken. Nach mehr als 10 Jahren kam er endlich dazu, diesen meisterlichen Bericht zu veröffentlichen. Des Weiteren findest du Fotos von damals, sowie die Erklärung einiger Begriffe aus dem Bericht.

Das Tagebuch kannst du Seite für Seite angucken. Einfach die Navigationsleiste unterhalb der Texte benutzen.

Viel Spaß auf diesen Seiten wünscht dir

Indigo

{sfx url='https://plus.google.com/u/0/photos/107728740195342807667/albums/6100135187312132673' display='album'}

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Hinfahrt und der erste Tag

Ich beginne meinen Bericht auf dem Bahnhof in Essen, den jeder von uns irgendwie erreicht hat. Pünktlich um 19:58 Uhr trifft der IC 738 Teutoburger Wald von Kiel nach Frankfurt ein. Wir sitzen in Wagen 15. Die Fahrt bis Frankfurt verläuft ohne Zwischenfälle, bis auf ein paar Assis die in Köln einsteigen. Ach ja, und unser guter Mannschaftskamerad Marco "Adolf" Klimt muss wohl Unterwegs irgendetwas Schlimmes genommen haben. Er hat nämlich danach Herrn Stoltenberg in Bonn auf dem Bahnsteig getroffen.

So kurz nach 23:00 Uhr sind wir in Frankfurt und schleppen unsere Koffer zum nächsten Zug. So weit so gut. Leider waren schon tschechische Waggons am Zug. Die Fahrt geht weiter Richtung Grenze, die wir so gegen 05:45 Uhr passieren. Geschlafen hat wohl kaum einer in dieser Nacht. Im Grenzbahnhof Chep wurden wir aus dem Zug geschmissen, weil wohl jemand für einen Zug vor uns eine Entgleisung geplant hat, die sogar geklappt hat. Zitat vom "Adolf": Die Planwirtschaft klappt ja doch noch (Soll = Ist).

Nachdem wir eine Halbe Stunde in der Kälte gewartet hatten und auch Volli und Skin nicht so genau wussten was eigentlich los ist, kam gegen 06:20 ein Zug, der uns unserem Ziel Pilzen etwa näher bringen sollte. Nach einer kurzen Fahrt in unbeheizten Waggons mussten wir schon wieder raus. Nun ging es mit dem Bus weiter, der voll besetzt und überladen war. Nach etwa 30 Minuten im Bus ging es wieder in einen Zug, der aber zufällig auch voll besetzt war.

Nach 1,5 Stunden kamen wir endlich in Pilzen an. Dort wurden wir mit einem Bus abgeholt. Nein, es war geplant uns abzuholen. Nach ca. 2 Stunden Warten im eisigen Bahnhof von Pilzen und zahlreichen Telefonaten unseres Mannschaftsesels Volker kam dann endlich der Bus, mit einem netten Herren der nachher nur noch Tchechor genannt wurde, und holte uns ab.

Nachdem wir an unserer Unterkunft angekommen sind, wurden irgendwann die Zimmer verteilt. Manche Zimmer waren wirklich eine Katastrophe. Es ist doch nicht normal, wenn man aus dem zweiten Stock eines Bettes einfach rausfliegen kann. Nach dem auspacken der Klamotten gings schon zum Mittagessen, das ganz gut war - war ja schließlich auch die erste tschechische Mahlzeit.

Nach kurzer Mittagsruhe mit ein wenig Musik ging es schon zum Training ins Hallenbad. Das Wasser war - wie erwartet - arschkalt. Zum Eingewöhnen war das Training noch recht locker und nicht allzu lang.

Nach dem Training gings sofort zum Abendessen, das auch ganz gut war, denn es gab zum ersten mal Whopper zu essen. Merkwürdig: Dieser Whopper bestand wohl zum größten Teil aus Teilen der Kokosnuss.

Nach dem Marsch zur Unterkunft gingen die meisten aufs Zimmer. Nach einigen Pokerpartien mit hohem Einsatz wurden alle Müde. Man hörte aber auch von Falschspielern im Zimmer der 3 Chaoten. Die meisten legten sich nun ins Bett und wollten schlafen. Die Bewohner der Zimmer auf der Rückseite des "Hotels" hatten es aber schwer einzuschlafen, weil ein anderer Schwimmverein draußen die Welle machen musste. Aber auch das hörte irgendwann auf und so schließe ich nun den Tag der Anfahrt ab, da auch ich nach über 36 Stunden ohne Schlaf mal ein bisschen ruhen muss.

zzzzzzzzzz...

Der zweite Tag - Freitag, 09.04.1993

06:45: *rrrrrrrriiiiiinnnnnggg* Ähh, der Wecker klingelt. 06:50: Also Zeit zum Aufstehen. Erste Kommentare von meinem Zimmerkollegen:

*FURZ*

"Scheiße und gleich wieder ins kalte Wasser"

Nach dem Waschen, Anziehen und einer Runde Photographic für Volker im Nebenzimmer gings zum Treffen runter. Tchechor, auf den wir warteten ist natürlich mal wieder nicht da! Nach ein bisschen warten machten wir uns auf ins nächste Abenteuer, nämlich die Suche nach dem Futtertrog - ähhh Frühstücksraum - der in einem Krankenhaus sein sollte (Krankenhaus? Essen?).

Gut, das Krankenhaus war schnell gefunden. Es war ziemlich kalt und nicht jeder hatte eine dicke Bomberjacke die ihn wärmte. Doch wo war der Essensraum? Vorne nicht! (warten, warten). Die Spürnase unseres Leitesels Volker fand dann ein Büffet hinter dem Krankenhaus, doch es war nicht für uns. Ahhh, Tchechor, auf den wir gewartet haben (siehe oben) taucht gerade auf. Es gibt wohl doch Frühstück, oder? Er führt uns an Krankenhausabfällen (Spritzen etc.) vorbei , durch den OP in dem es stank, in den Frühstücksraum. Das Frühstück war aber gut. Na ja, die Marmelade war bis 11 / 92 haltbar, aber das störte auch keinen mehr.

Im Hallenbad. Warme Dusche *ahhhh*. Und dann ins Arschkalte Wasser *ihhhh*. Das Training war bis auf die 4 x 500 ganz gut!

Nach dem Verlassen des Bades und einer Wanderung zur Bushaltestelle geht es nach kurzer Wartezeit mit dem Bus zurück. Positiv zu bewerten ist, dass die Fahrkarten nur 3 oder 4 Kronen kosten.

Es ist nun 11:45 Uhr und nach einem kurzen Einkauf gehts zum Mittagessen. Es gab Suppe, Fleisch mit Kartoffeln und ne Gurke die gut durch den Raum spritzte. Ein Nachtisch war nicht geplant - das heißt es gab keinen. Auf dem Rückweg legte sich Skin mit einem Vogel an, der ihn kurzerhand auf den Kopf schiss.

Um 13:15 gings mit Linie 4 von Station Bory in die City. Unterwegs gabs nichts interessantes. In der Stadt war auch nicht viel los und nach 2 - 3 Stunden ging es dann zurück. In der voll besetzten Straßenbahn traf der Adolf eine seiner Meinung nach hübsche Tschechin, die eine Station vor uns ausstieg. Ach dem Marsch zu unserem Luxushotel wurde sich erst mal etwas ausgeruht.

Es ist nun genau 16:20 und hier im Zimmer läuft gerade Erasure Musik. Jetzt nicht mehr. Der Erasure Hasser Adolf hat mir befohlen wieder Depeche Mode reinzumachen...

Nach einem kurzen Schlaf ist es nun Zeit zum Abendessen. Das Essen war "natürlich gut". Der geplante Nachtisch war diesmal auch da.

Ganz schnell musste es nun wieder zum Hallenbad gehen. Nach dem harten Training im kalten Wasser waren natürlich Alle ziemlich am Ende. Das Duschen sollte bei den langsamen an diesem Abend auch nicht klappen, da die Attafee, ähhh Putzfrau zwischenzeitlich die Tür abgeschlossen hatte.

Um den letzten Bus noch zu erreichen, mussten wir natürlich zur Bushaltestelle rennen. Zum Glück erreichten wir den Bus noch, aber auch zu dieser späten Stunde war er voll überfüllt. Nach der Ankunft im Abbruchhaus wurde es schnell ruhig und auch Zimmer 116 begab sich nach 45 Minuten Songs of Faith and Devotion in die Heia, denn Morgen gehts um 06:00 Uhr schon wieder los. Es ist nun genau 23:00 Uhr es bleibt abzuwarten wie der nächste Tag wird.

zzzzzzzzzz...

Zweiter Tag - Samstag, 10.04.1993

06:00 - Man beachte die Zeit! *rrrrrrrriiiiiinnnnnggg* Die selben Kommentare wie am Vortag. Aufstehen, anziehen und runter. Der Bus kommt pünktlich und es geht ohne Probleme zum Hallenbad. Die Wassertemperatur ist bekannt und nach 1,5 Stunden hartem Training fallen auch dem Letzten beide Arme ab. So, schnell heiß duschen und dann zum Frühstück. Man beachte, dass wir noch mit dem Bus zurückfahren müssen. Ach ja, es gab Leute, die ihren Schrankschlüssel am Vortag vergessen hatten.

Am Frühstückskrankenhaus angekommen gab es ein Problem! Die Tür war zu und auch kräftiges Klopfen und rappeln wollte nicht Helfen - Open Sesame hätte vielleicht geholfen. Spüresel Volker fand aber nach kurzem Suchen doch noch einen Eingang. Man, die Kaugummis flogen ziemlich tief an diesem Tag. Zumindest hatte jemand Probleme das Kaugummi wieder aus seinen Haaren zu entfernen. Und Kollege Adolf musste unbedingt mit seinen von zu Hause mitgebrachten Hundekuchen auf andere Vereinskameraden schmeißen.

Nach dem morgendlichen Einkauf ging es zurück zum Abbruchhaus, das auch noch stand. Nach ein bisschen Ausruhen ist es nun 12:28 Uhr. Um 12:45 ist das Treffen zum Essen. Das Wetter ist heute übrigens total gut. Trotz planwirtschaftlicher Schornsteine ist der blaue Himmel zu sehen und die Sonne scheint. So, es ist nun 13:47 Uhr und wir sind vom Essen zurück. Das Essen war heute Mittag verdammt schlecht. Es gab ne Art
Linsensuppe, Whopperknödel und Fleisch. Der Nachtisch, ein Schokoladenwhopper war aber ganz gut. Nun sollen wir alle auf unsere Zimmer gehen und Mittagsschlaf halten. Na ja, mal sehen was sich ergibt.

Neben dem Hören der üblichen Musik, wurde noch ein bisschen Karten gespielt und um 15:15 ging es schon wieder zum Training. Das Training war wie immer - Wasser kalt usw. Schlimm war nur der 8 x 75er Test.

Nach dem Training wurde zum Bus marschiert, die Fahrkarte gestempelt - oder auch nicht - und es ging zurück. Das Abendessen war heute gar nicht schlecht. Wer nicht alles mochte lies den Rest vom vereinseigenen Restefresser vertilgen - Sorry!

Es ist gerade 20:00 Uhr und gleich wollen die noch Lebenden - ca. 8 Mann - eine Runde Fußball spielen.

Nachdem es nun fast dunkel ist, kehren die Spieler zurück und gehen erst mal duschen.

Bis ca. 22:00 wurde noch Karten gespielt. Heute Nacht soll um 0:00 Uhr noch eine kleine Geburtstagsfete steigen. Mal sehen.

Da in der Zwischenzeit niemand mehr auf dem Gang rumlaufen sollte, wurde der berüchtigte Rote Spion auf dem Gang postiert.

Um 0:00 Uhr gings dann los. Das Geburtstagskind war total überrascht von der Fete, freute sich aber riesig über die teuren Geschenke. Nach Leerung von 2 Flaschen Sekt  - die Hälfte war leider auf dem Fußboden - ging es dann zurück auf die Zimmer. Am nächsten Tag ist ausschlafen angesagt und danach soll es einen Ausflug geben. Mal sehen was da alle nicht klappt. Es ist nun 0:30 und alles begibt sich in die Betten.

zzzzzzzzzz...

Vierter Tag - Sonntag, 11.04.1993

08:30 Uhr. Aufstehen ist angesagt, da um 09:00 Uhr treffen ist. Das Frühstück war wie immer. Übrigens, bei der Marmelade soll 11/92 angeblich das Abfülldatum sein. Sagt zumindest der Skin.

So, nach dem Frühstück gehts zu unserem Bus, der uns dann zu unserem Ausflugsort fahren sollte. Nach ca. einer Stunde kamen wir dann in einer Stadt namens Klatovy an. Dort besuchten wir erst die Katakomben und machten den Leichenbeschauer. Danach gabs eine Führung durch die "Stadt mit den vielen Kirchen". Zwischendurch waren wir noch in einer Barockapotheke mit dem Namen "Weißes Einhorn". Dort gab es interessante Sachen wie z.B. den 2 Meter langen Bandwurm und ähnliches. Danach gings zum Mittagessen in ein 3 Sterne Restaurant. Es gab Sauerkraut, das gut schmeckte oder Spinat, der laut Berichten schlecht schmeckte.

Nach dem Essen gab es noch für jeden ein Eis. Übrigens wer "Egal" als Sorte gewählt hat bekam 4 Eisbällchen, wer auswählen wollte bekam nur 3. Man merke also, in der Tschechei beim Eiskauf immer "Egal" nehmen...

Danach gings mit dem Bus zu Tchechors Wochenendhaus, das aber ziemlich verkommen war. Nachdem wir mit einem Tischtennisball die Gemälde von der Wand geholt hatten gab es erst mal Tee oder Kaffee. Nachdem sich einige Leute Tchechors Porzellansammlung ansehen mussten ging es zurück nach Pilsen.

Alles war gut geplant und nach kurzem Zwischenstop in unserer Baracke ging es sofort zum Training weiter. Doch hier hatte Tchechor falsch disponiert. Alle Bahnen waren belegt. Um diese Fehlplanung zu beheben wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste fing auf einer freigewordenen Bahn an und die zweite ca. 30 Minuten später als weitere Bahnen frei wurden. Nach dem Training gings sofort zum Abendessen.

Es gab Tomatensuppe und danach - Whopperknödel mit Fleisch. Also langsam kann hier niemand mehr diese Böhmischen Knödel sehen... Die Schokoladenwhopper zum Nachtisch waren dagegen wieder sehr lecker.

Nach dem Essen gings zurück ins Hotel und wes wurde noch ein bisschen Karten gespielt. Es ist nun gerade 22:48 Uhr und auch ich begebe mich ins Bett und erwarte den nächsten Tag.

zzzzzzzzzz...

Fünfter Tag - Montag, 12.04.93

08:30. Ein neuer Tag beginnt! Doch was wird er bringen?

Zuerst gings mal zum Frühstück in das Krankenhaus. Man, heute stank es besonders stark. Zum Frühstück gibts nichts mehr zu sagen.

Nach dem Frühstück waren wir ca. 30 Minuten in unserem Hotel - an diesem Tag wurden für viele neue Freundschaften geschlossen!

Danach gings zum Training, das um 11:00 Uhr begann. Nach einem schweren 2.000 Meter Test und 1h 45 min Training ging es zum Mittagessen. Zwischendurch bekamen mutige noch eine Massage. Gegessen haben wir heute im Hallenbad. Das Essen war übrigens verdammt gut!

Nach einer kurzen Pause ging es sofort wieder ins Wasser und nach 1h 45 min war es endlich geschafft.

Nach der Rückfahrt mit dem Bus sollte es sofort Abendessen geben. Doch das klappte natürlich nicht, denn der Raum war besetzt. Wir gingen also zurück zum Hotel und kamen nach 45 Minuten wieder und - der Raum war immer noch voll. Was nun? Nun, wir mussten im Vorraum essen. Die Suppe schmeckte nach nichts. Muss wohl doch Wischwasser gewesen sein. Danach gab es Cevapcici das ganz gut schmeckte. Als Nachtisch gabs noch leckeren Kuchen.

So, es ist nun genau 19:35 Uhr und einige spielen gegen die Frankfurter Schwimmer Fußball. Während des Spiels wurde Kamerad Adolf von Tchechor belästigt. Unsere Mannschaft hat übrigens 4:0 gewonnen.

Danach wurde noch ein bisschen in einer gemütlichen 6er Runde auf einem Zimmer gesessen. Als aber um 22:15 Uhr der Esel mitsamt Rotem Spion und Trainer Skin ihre Runde machten, wurde unsere gemütliche Runde auseinander gerissen.

Es ist nun genau 22:28 Uhr und es ist wohl Zeit in die Heia zu gehen und den nächsten Tag zu erwarten.

zzzzzzzzzz...

Sechster Tag - Dienstag, 13.04.93

Heute mussten wir um 07:00 Uhr aufstehen. Nach dem allmorgendlichen Frühstück gings sofort zum Training. Von 09:00 bis 12:00 Uhr wurde trainiert.

Nach dem Training ging es zum Mittagessen, bei dem es neben der üblichen Suppe diesmal auch einen Fleischwhopper gab. Nachtisch gab es nicht.

Am Nachmittag war Freizeit angesagt. Die Meisten entschlossen sich in die Stadt zu fahren. Dort wurde zum Teil auch einiges eingekauft, wie z.B. Filme für Fotoapparate, Musik-Kassetten oder Verpflegung. Die Gruppe, der ich angehörte, besuchte noch eine Kirche und stieg über 300 Treppen hoch um sich Pilsen von oben anzuschauen.

Nach einiger Zeit wurde die Rückfahrt angetreten und nach Ankunft in der Bruchbude hielten sich die Meisten noch auf den Zimmern auf.

Um 16:50 Uhr war wieder treffen für das Abendtraining. Einige aus unserer Mannschaft hatten in der Stadt einen Hamburger gegessen und konnten danach nicht mehr trainieren weil ihnen kotzübel war. Merke: Hamburger kauft man bei MC Donalds und nicht an einem drittklassischen Tschechischen Imbiss.

Das Training war bis auf den 8 x 100 m Test recht locker.

Nach dem Training ging es zum Abendessen. Das Essen war recht gut. Leider gab es mal wieder keinen Nachtisch.

Nach dem Essen mussten wir sofort auf unsere Zimmer. Es ist nun 22:46 Uhr und Morgen ist ein Ausflug nach Prag geplant. Um Morgen fit zu sein sollte man auch ein bisschen schlafen. Mir fällt gerade auf das heute bei uns alles glatt lief!
Weiter so!

zzzzzzzzzz...

Siebenter Tag - Mittwoch, 14.04.93

Um 06:15 klingelt der Wecker. Da wir heute nach Prag fahren wollen müssen wir auch früh aufstehen.

Als wir kurz vor 07:00 Uhr erstickend im Frühstücksraum ankommen, stellen wir fest dass noch nicht alles für unser Frühstück bereit steht. Unser Frühstück besteht meistens aus ein paar Whoppern, Joghurt, Butter, abgelaufener Marmelade und Milch oder Kakao. Nach einiger Zeit ist dann endlich alles fertig, doch jetzt müssen wir uns natürlich mit dem Essen beeilen.

Nach dem Frühstück gings dann mit der Straßenbahn zum Bahnhof. Tchechor besorgte uns die Fahrkarten und um 08:22 fuhr dann der Zug in Richtung Prag los. Nach ca. 1 h 45 min Fahrzeit kamen wir in Prag an.

Zu Prag kann man nichts sagen. Jeder muss es selbst gesehen haben. Es war also super. Tchechor besorgte das Mittagessen und machte den Stadtführer. Nach dem Rundgang hatten wir noch 3 Stunden Zeit uns Prag anzusehen. Das erste Ziel war natürlich - <strong>Mc Donalds</strong>. Die Preise waren total gut. Ein Hamburger kostet nur umgerechnet 1,11 DM, für alle Euro-Geschädigten sind das 0,57 EUR. Das war so günstig, dass Adolf es sich erlauben konnte einem Tchechen die Cola aus der Hand zu hauen und ihm danach eine neue zu kaufen. Nach der weiteren Erkundung der Stadt gings um 17:45 Uhr wieder in Richtung Bahnhof.

Um 18:44 Uhr fuhr dann unser Zug in Richtung Pilsen. Im Zug wurden noch einige Spielchen gespielt, die besonders bei unserem brutalen Vereinsesel Volker beliebt waren.

Nach der Ankunft in Pilsen gings sofort mit der Straßenbahn zum Essen.

Zum Essen gab es mal wieder die übliche Suppe mit Whopperklöschen und  - man höre und staune - ungesalzene Pommes mit Whopperfleisch. In einigen Getränken soll man Raupen gefunden haben, aber das wird ja wohl nur ein Gerücht gewesen sein, oder?

Nach dem Essen war jeder so kaputt, dass es ziemlich früh ins Bett ging. Es ist jetzt 22:38 Uhr und auch hier wird jetzt geschlafen!

zzzzzzzzzz...

Achter Tag - Donnerstag, 15.04.1993

Heute klingelte der Wecker um 07:05 Uhr. Anmerkung: Die anderen wurden heute, wie auch an allen anderen Tagen auch, ca. 10 Minuten nach uns geweckt. Da wir - Adolf und ich - jedoch keine Lust auf den täglichen Kampf ums Klo hatten - Fünf Mann und nur ein Klo - standen wir lieber ein paar Minuten früher auf.

Beim Frühstück gabs heute 2 Überraschungen:

1. Man hatte wohl mal im Krankenhaus gelüftet.

2. Der Import von Joghurt aus Bratislava hatte wohl nicht geklappt.

Nach dem Frühstück gings sofort zum Training.

Das Training war heute nur 1 Stunde und 30 Minuten lang. Wer am Dienstag den 8 mal 100 m Test nicht mitschwimmen konnte, musste ihn heute nachschwimmen.

Nach dem Training gings nach kurzem Aufenthalt im Hotel zum Essen. Zum Essen kann man ja nichts mehr sagen. Nur eins: Whopper!

Nach dem Essen war ein Ausflug geplant. Der Bus hatte jedoch eine Stunde Verspätung. Die Verspätung wurde jedoch nachher von Tchechor entschuldigt. Mit Verspätung ging es also zu einem kleinen Schloss, das ca. 20 Kilometer von Pilsen entfernt war. Nach einer Führung durchs Schloss und ein wenig fotografieren gings zurück. Zurück in Pilsen, mussten wir durch den Regen erst mal unsere Straßenbahn erwischen.

Nach ein wenig Freizeit ging es um 18:00 Uhr zum Essen. Die Suppe war scheußlich. Danach gab es Spaghetti, die gut schmeckten. Auch der Nachtisch war gut.

Vom Abendtraining kann ich leider nur wenig berichten, da ich aus verschiedenen Gründen im Hotel blieb. Zum einen war ich verdammt erkältet und zum anderen stand ja nach dem Trainingslager meine Abschlussprüfung an. Und obwohl ich meine Sachen zum lernen mitgenommen hatte, bin ich bis jetzt aus unerklärlichen Gründen noch nicht dazu gekommen da reinzuschauen.

Trotzdem konnte ich noch was erfahren! Etwa die Hälfte hörte heute während des Trainings auf. Zum Teil wegen des (Whopper-) Essens oder wegen Krankheit.

Damit schließe ich den heutigen Tag ab. Es ist nun 22:10 und unser Zimmer begibt sich zu Bett. An diesem Abend wurden Esel Volker und Matthias von Tchechor zum Bier eingeladen. Dadurch erlangte der Rote Spion die absolute Kontrolle.

zzzzzzzzzz...

Neunter Tag - Freitag, 16.04.1993

Um 07:15 Uhr klingelte heute der Wecker.

Beim Frühstück gabs ne Überraschung. Es gibt in der Tschechei doch Fleischaufschnitt fürs Brot. Wie er aussah berichte ich besser nicht.

Danach gings zum Training. Der Schwerpunkt lag diesmal auf einem 6 mal 100 Meter Test. Viele waren immer noch krank und trainierten deshalb nicht mit. Das Essen wurde wieder in der Cafeteria des Schwimmbades eingenommen. Die Suppe war schlecht, der Pfannekuchen aber gut.

Nach dem Essen wurde entweder im Bad gewartet oder in die Stadt gefahren um das letzte Geld (Kronen) auszugeben. Sammler behielten natürlich etwas Geld!

Das zweite Training wurde von Volker alleine geleitet, weil Matthias schon nach Hause gefahren war. Tchechor hatte ihn zur Grenze gebracht und Matthias lieh sich dort einen Wagen. Zum Glück wurde die Trainingseinheit etwas gekürzt, da sehr viele noch krank auf der Bank lagen.

Nach der Rückfahrt im vollen Bus trafen sich einige zum Fußball. Andere packten schon ihre Koffer. Es ist nun 16:43 Uhr und auch hier werden schon die Koffer gepackt.

In der Zwischenzeit wurde noch ein bisschen Tetris auf dem Game-Boy gespielt.

Um 19:50 Uhr war Treffen zum Abendessen. Als wir im Restaurant ankamen war unser Essensraum zufällig besetzt. Wir wurden also in einen Raum gebracht, der sich im 2. Stock des Hauses befand. Sowohl die Suppe als auch das Essen waren gut. Es gab übrigens Kartoffeln, Schnitzel und Salat. Was für einen Abwechslung.

Nach dem Essen ging es zum Hotel zurück um den letzten Abend zu genießen. Die meisten hielten sich dann auf Zimmer 216 - bei uns - auf und spielten Karten oder Game-Boy.

Um kurz vor 0:00 Uhr löste sich die Gesellschaft dann auf. Einige, denen das Bier nicht bekam, waren auch schon vorher im Bett. Es ist nun 0:13 Uhr und auch bei uns geht jetzt das Licht aus. Morgen ist ja auch noch ein Wettkampf und die Abfahrt am Abend.

zzzzzzzzzz...

Zehnter Tag - Samstag, 17.04.1993

Aufstehen war heute für 08:00 Uhr angesagt. Nach dem Morgendlichen Treffen vor der Baracke gings zum Krankenhaus. Vor dem Essensraum gab es eine Überraschung. Die Tür war zu. Da dort auch niemand deutsch konnte gingen wir nach einem "Lasst uns abhauen, hier steht nix für uns bereit" von Esel Volker wieder. Wir marschierten also zu einem "Einkaufszentrum". Dort gab es einen großen Raum in dem man gut frühstücken konnte. Das Frühstück war zum ersten mal richtig gut, da jeder sich aussuchen konnte was er wollte. Und 275 Kronen für 20 Mann war ja wohl auch sehr günstig.

Nach dem Rückmarsch zu unserem Hotel mussten wir noch die Reste einpacken und die Zimmer säubern. Um 11:00 Uhr soll dann Zimmerkontrolle sein. Es ist jetzt 10:19 und hier staubt es auch ganz gewaltig.

Nach dem Reinemachen der Zimmer gings zum Mittagessen. Hier gab es - wie angekündigt - Spaghetti, die gut schmeckten.

Nach dem Essen gings nach kurzen Aufenthalt im Hotel zum Wettkampf. Das Hallenbad war klein und hatte 25 Meter Bahnen. Ameisen gab es hier auch ohne Ende. Die Leistungen unserer Mannschaft waren wohl ganz gut.

Nach dem Wettkampf hatten wir noch etwas Zeit und mussten noch mal durch die halbe Stadt latschen. Erschöpft kamen wir dann an dem Restaurant an, in dem wir heute speisen wollten.

Das Restaurant war gut und wir konnten hier zum erstenmal vernünftig essen. Einige unserer Kollegen waren ziemlich gallig auf Whopper und bestellten sich auch noch welche *Würg*.

Nachdem alle gesättigt waren gings zurück zur Straßenbahnhaltestelle (Bitte keine Sachen im Restaurant vergessen!). Mit der Bahn gings dann zurück.

Nach kurzer Umpackaktion wurden wir dann um 22:00 Uhr von Tchechor und einem Bus abgeholt und zum Bahnhof gebracht.

Um 22:45 Uhr fuhr unser Zug dann Richtung Heimat los. Zur Fahrt kann man nur wenig sagen, da diesmal viel geschlafen wurde. Um 03:00 Uhr konnten wir uns bei einem längeren Aufenthalt in Nürnberg die Beine vertreten. Um ca. 06:30 Uhr erreichten wir mit 30 Minuten Verspätung Frankfurt. Dort stiegen wir in den IC um, der uns nach dreistündiger Fahrt wieder sicher nach Essen brachte. In Essen kamen wir um kurz vor 10:00 Uhr an.

Dort wurden einige abgeholt und auch der Rest schaffte es irgendwie nach Hause zu kommen.

The End...

Lexikon

Hier findet ihr einige Begriffe des Berichtes erklärt die eventuell beim Lesen unklar waren. Solltet ihr weitere Unklarheiten finden, so sagt mir Bescheid und ich werde es hier erklären.

Tchechor
Dieser gute Herr hat unser Trainingslager geplant und war immer für uns da. Markantes Zeichen: Loch im Socken.
Whopper
Nein, damit ist kein Burger King Essen gemeint, sonder Böhmische Knödel und alles was dem ähnlich sah. Wird nach täglichem Essen langsam unausstehlich.
Der Rote Spion
Auch Robert genannt. Bekam diesen Namen in Pilsen von Adolf verliehen. Von Robert Redford zu Red zu Red Spy zum Roten Spion - so schnell geht das!
Die Drei Chaoten
Wer gehörte da noch zu?
Photographic
Lied von Depeche Mode. Wurde in einer uralten Bootleg Version am frühen Morgen immer voll aufgedreht um unsere 3 Nachbarn zu wecken.
Songs of Faith and Devotion
Damals aktuelles Depeche Mode Album.
Erasure
Schwule Popgruppe. Vince Clarke und Andy Bell. Dadurch entstand auch der Begriff "Mach mir mal den Vince" beim Bananenessen.

Die nächsten Veranstaltungen und Termine (Schwimmen)

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